Die Sache mit dem Klo…

Jetzt macht´s schon wieder daneben!!

Beinahe jeder Frettchenbesitzer kennt das Problem, dass eines oder mehrere seiner Frettchen nicht stubenrein ist und nach Lust und Laune die Geschäfte in den unpassendsten Ecken und Winkeln hinterlässt. Selbst wenn das Klokisterl nur 2 cm daneben steht.

  • Das Kisterl im Gehege

Da Frettchen gerne ihre Behausung selbst einrichten, schieben sie alles was nicht niet- und nagelfest ist hin und her. Darunter fallen natürlich auch die Klokisterl. Die Frettchen kennen zwar ihre Klos, aber wenn das Kisterl mal weggeräumt ist, ist es auch schon wieder vergessen und es wird lustig drauf los in jede freie Ecke gemacht. Um solche Hinterlassenschaften zu vermeiden, ist es ratsam, jedes Kisterl in den vorgesehenen Ecken zu befestigen.

Das kann man auf unterschiedliche Art machen: Winkel, die an der Wand angeschraubt werden, Doppelseitiges Klebeband oder Klettverschlüsse an der Unterseite, mit Schrauben an den Gehegewänden befestigen etc.

So sehen Frettchen aus, die gerade brav ins Klokisterl im Gehege macht.

  • Kisterl in der Wohnung

Kommen Welpen ins neue Zuhause, sollte man ihnen die Klokisterl zeigen und sie immer wieder hineinsetzten, wenn man das Gefühl hat, dass sie ein kleines Geschäft verrichten müssen. Treffen die Welpen mit ihrem Geschäft das erste mal zufällig das Klo, sollte man sie sofort loben und mit Leckerlies belohnen. Somit verknüpfen sie das Hauferlmachen im Kisterl mit etwas Positivem.

Übernimmt man ältere Tiere sollte man sie am Anfang ebenfalls ins Kisterl setzten und weiter beobachten. Wenn die Frettchen anfangen ihren Schwanz zu heben und rückwärts in die Ecke “einparken” muss man als Besitzer schnell handeln. Man sollte durch lautes “Nein”-Rufen die Aufmerksamkeit der Frettchen gewinnen um einige Zeit zu beschaffen. Nun kann man das Frettchen packen und mit einer Hand den Schwanz zum Bauch drücken. Jetzt sollte man das Frettchen schnell ins Kisterl setzten und es belohnen, wenn es brav ins Klo gemacht hat.

Frettchen beschnüffeln meist die Kloplätze um sicher zu gehen, dass sie auch richtig sind. Zu Beginn ist es daher ratsam, daneben gegangene Hauferl ins vorhergesehene Klokisterl zu geben. Somit können sie auch fremde oder neue Kisterl als Klo identifizieren.

Geht es doch einmal daneben, muss man die Hauferl sofort wegräumen (mit Küchenrolle und dann ab ins Klo) und die Stelle gründlich desinfizieren. Der starke Geruch von Desinfektionsmittel überdeckt den Frettchengeruch und verhindert so, dass das Frettchen ein weiteres Mal in Versuchung gerät, an diese Stelle noch einmal zu machen.

  • Das passende Klo finden

Zwar werden in vielen Zoo- und Tierfachgeschäften eigene Frettchentoiletten angeboten, diese sind aber häufig zu klein und nicht geeignet für die “Luxuspopos” der Frettchen. Diese “speziellen” Frettchenklos sind fast immer dreieckig mit hoher Rückwand und bieten nicht genug Platz für die Tiere.

Die Klokisterl sollten möglichst groß, viereckig und mit niedrigem Einstieg sein.

Hier eine Auswahl an verschiedenen Kisterln. Klein, groß, mit hohem Einstieg, niedrigem Einstieg…

  • Die passende Einstreu finden

Die billigste und umweltfreundlichste Art ein Kisterl zu füllen sind Holzpellets. Diese erhält man sehr billig im Baumarkt. Auch eigene Tierpellets werden angeboten, diese sind aber in den Tiergeschäften um das dreifache teurer als Heizpellets.

Katzenstreu kann ebenfalls verwendet werden, ist aber teurer und kann eventuell Allergien bei den Frettchen hervorrufen. U.a. sind auch biologisch abbaubare klumpende Pellets-ähnliche Streus im Angebot.

Sägespäne und Heu dürfen auf keinen Fall verwendet werden. Da sich Frettchen nach dem Klogehen immer den Popo abwischen, können Sägespäne den After verkleben. Sollten die Späne nicht entfernt werden, kann es eventuell zu Infektionen kommen.

  • Kisterl putzen

Mindestens einmal am Tag sollten die Kisterl geputzt werden. Am leichtesten erledigt man das mit Kloschauferl. Dabei sollte man den Kot komplett entfernen und die aufgelösten Pellets aussieben. Die übrigen Pellets verteilen und das Kisterl wieder mit frischen Pellets auffüllen. Den Rand sollte man von angetrockneten Kotresten mit einem feuchten Tuch befreien.